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Der frühere Jazz-Journalist und spätere Sexualwissenschaftler Ernst Bornemann veröffentlichte 1975 ein Werk, von dem es im Vorwort heißt:
Dabei nahm Bornemann eine Utopie vorweg, die zugleich ihren marxistischen Hintergrund verrät:
Das Ziel sah er also in der - zunächst - geistigen Kastration des Mannes. Im letzten Kapitel, überschrieben "Die Zukunft" wird das nochmals deutlicher:
Man beachte die Besitzzuschreibung in der Formulierung "sich und ihre Kinder"! - Bei der bloßen Geist-Kastration des Mannes soll es nach Bornemann aber nicht bleiben:
Eine symmetrische Angleichung ist damit aber wohl nicht gemeint. Bornemann sieht nämlich den Mann von Vornherein als ein Mängelwesen:
Insofern ist es fast schon verwunderlich, daß Bornemann nicht gleich die physische Beseitigung des Mannes als Verkörperung "unwerten Lebens" vorgeschlagen hat. Einen Musterfall dieser Praxis hatte es ja wenige Jahrzehnte zuvor schon gegeben.
Ich werfe Ernst Bornemann vor:
Bornemann teilte das Schicksal wohl aller "Pudel", nämlich, daß die von ihm hofierte geschlechtliche Klasse seine Bemühungen nicht so recht gewürdigt hat. Seinem Leben setzte er selbst ein Ende, nachdem er sich, eigenem Bekenntnis nach, aus der Hörigkeit zu einer Frau nicht mehr befreien konnte.
Bornemann hat auch über Jahrzehnte die sexuellen Reime, Lieder usw. von Kindern gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet.