Sexistinnen-Pranger

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Luise F. Pusch (*1944) Artikel eingestellt: 25-4-2010, aktualisiert: 1-5-2010.


In Büchern wie "Das Deutsche als Männersprache" (1984) und "Alle Menschen werden Schwestern" (1990) leugnet Pusch die Tatsache, daß die deutsche Sprache organisch gewachsen ist, und unterstellt eine Männer-Verschwörung, welche sich zum Ziel gesetzt habe, die Frau auf dem Wege der Sprache ideologisch zu entwerten und zu benachteiligen.

In der Folge fordert sie die "Entpatrifizierung" der Sprache, ja ihre "totale Feminisierung", denn:

Es besteht kein Zweifel daran, daß die Frau sprachlich (natürlich auch in jeder anderen Hinsicht) extrem benachteiligt ist. Was ihr zusteht und was sie braucht, ist nicht Gleich- sondern Besserbehandlung, kompensatorische Gerechtigkeit [...].

Die ideologische Begründung für die Forderung nach "kompensatorischer Gerechtigkeit" ist folgender rhetorischer Frage zu entnehmen:

Wie können wir aus Männersprachen humane Sprachen machen?

womit implizit ausgesagt wird, daß die natürlich gewachsene Sprache nicht (mehr) den Rang des Menschlichen beanspruchen könne, und eine ideologische Umgestaltung der Sprache in Hinblick auf ein neues, feministisches Menschenbild nunmehr geboten sei. Luise F. Pusch setzt das vor-feministische Deutschland sogar in eine innere Beziehung zum Nationalsozialismus:

Eine Entpatrifizierung ist jedoch nicht in Sicht und von den Herren in den Kultusministerien auch schwerlich zu erwarten, so wenig zu erwarten war, daß sich das Naziregime etwa selbst entnazifiziert hätte.
Quelle: Das Deutsche als Männersprache, 1984, S. 82.

Ich werfe Luise F. Pusch vor:

  • Gleichsetzung von Nicht-Feministen mit Nazis;
  • Geistige Urheberschaft von politischen Maßnahmen zur sexistischen Umgestaltung der deutschen Sprache.
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